Leben um zu Arbeiten? Wohl eher Arbeiten um zu Leben, oder? Aber selbst, wenn wir uns darin einig sind, nimmt die Arbeit im Alltag doch einen so großen Bestandteil unserer Zeit ein, dass ein glückliches Leben ohne ausgeglichene Balance zwischen Arbeit und sonstigem Leben kaum möglich scheint.

In meiner Masterarbeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Work-Life-Balance beschäftigt. Konkret betrachtete ich den Einfluss einer ausgeglichenen Work-Life-Balance auf das Arbeitsverhalten, das Commitment (Zugehörigkeitsgefühl) der Mitarbeiter zum Unternehmen, aber eben auch auf die Arbeitszufriedenheit.

Nachdem ich den Alltag als Berufstätige – sowohl als Angestellte, als auch in meiner freiberuflichen Tätigkeit – nun aus eigener Erfahrung kenne, stellt sich mir aber mittlerweile die Frage: Ist eine ausgeglichene Work-Life-Balance nicht nur ein ausschlaggebender Faktor für die Zufriedenheit bei der Arbeit, sondern eben auch für die Zufriedenheit im Leben allgemein?

In meiner Studie habe ich mehr als 200 Beschäftigte befragt und herausgefunden, dass es verschiedene Faktoren gibt, die sich bei fast allen Menschen negativ auf die Work-Life-Balance auswirken.

Einer dieser Faktoren ist die Zeit. Ein Thema, dass ich ganz spontan auch als ziemlich entscheidend für ein glückliches Leben betrachten würde.

Was fehlt ist die Zeit…

In meinen Untersuchungen ist die Zeit eindeutig der wichtigste Faktor, wenn es um eine ausgeglichene Work-Life-Balance geht. Oder vielmehr nicht die Zeit selbst, sondern eher die fehlende Zeit, die zu immer mehr Stress in allen Lebensbereichen führt. Im Job, aber auch durch Hausarbeit, familiäre Verpflichtungen oder sogar zu viele Hobbies (der berühmte Freizeitstress)

Und was braucht es, um all das unter einen Hut zu kriegen, ohne als unglücklicher Workaholic zu enden?

Meine Studie sagt: Vor allem flexible Arbeitszeiten!

Denn die wirken sich auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz genauso deutlich aus, wie auf das persönliche Lebensglück Zuhause, mit der Familie und in der Freizeit.

Je höher die Flexibilität, desto leichter fällt es uns, unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten und so die gleiche Menge an Anforderungen deutlich entspannter und gelassener zu meistern.

Wenn draußen die Sonne scheint, würde es mich zum Beispiel absolut glücklich machen, meine Arbeit statt im stickigen Büro irgendwo im Park auf einer Decke zu erledigen. Und wenn ein langer Abendtermin dafür sorgt, dass ich es nicht mehr zum Sport schaffe, wäre es doch ein idealer Ausgleich, stattdessen am nächsten Morgen erst um 11 ins Büro zu müssen und vorher entspannt joggen gehen zu können.

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